Alleinsein - Impulse für das Ich

Buch & Ebook

 

"Das Alleinsein hat einen ambivalenten Ruf. Auf der einen Seite gilt es seit jeher als Raum für Selbstfindung und Reflexion über das Eigene; auf der anderen Seite umweht es die herbe Aura des Mangels und einer bedrohlichen Einsamkeit. Manche Menschen fürchten das Alleinsein und insbesondere das Alleinleben, weil es rasch mit dem Bild von Leere, Isolation, Ausweg- und Sinnlosigkeit verknüpft wird. Anscheinend von allen verlassen, fristet der Mensch, der alleine lebt, ein ungesichertes, trauriges und einsames Dasein mitten in der Gesellschaft. Von selbst kann er sich nicht daraus befreien; er scheint von anderen abhängig, die auf ihn zugehen und ihn aus dieser misslichen Lage herauslösen.

 

Hinter dieser Vorstellung steht ein Missverständnis: Tatsächlich sind kleine Kinder, wenn sie von ihren Eltern oder anderen Bezugspersonen allein gelassen werden, in ihrer Existenz bedroht. Sie sind weder in der Lage, sich selbst zu ernähren noch ihren Lebensunterhalt zu sichern. Gefahren können sie nicht selbstständig abwehren. Sie können kaum Türen öffnen, um Hilfe für sich zu holen. Sie benötigen notwendigerweise erwachsener Zuwendung und Unterstützung und sind lange Zeit auf diese existentiell angewiesen.

 

Dagegen ist ein erwachsener Mensch in der Regel in der Lage, sein Leben aktiv zu steuern. Er kann auf andere Menschen zugehen und mit ihnen kommunizieren. Er kann seine Bedürfnisse mitteilen und Hilfe suchen. Er kann sich selbst ernähren und pflegen. Er ist nicht zur Passivität verdammt und hilflos von anderen abhängig, um leben zu können. Bedrohungen kann er abwehren und sie bewältigen. Er hat die Fähigkeiten, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ihm stehen viele Möglichkeiten im Leben offen. Das Alleinsein hat für den Erwachsenen stets Türen nach draußen, die er nur zu öffnen braucht.


Von dieser Prämisse geht dieses Buch aus. Es will Leser ansprechen, die ihr Alleinsein bzw. ihre Situation des Alleinlebens aus einer erwachsenen Haltung heraus begegnen möchten. Es ist dabei unerheblich, ob diese Situation freiwillig oder unfreiwillig auf sich genommen wurde, erwünscht und bewusst gewählt oder durch menschliche Beziehungen oder biographische Einflüsse bewirkt wurde."

 

Aus der Einleitung "Alleinsein - Impulse für das Ich"

 

 

Klappentext:

Beziehung und Gemeinschaft sind erstrebenswerte Ziele.

Doch Trennung, Krankheit, Tod und Alter lassen Menschen häufig allein zurück. Wer gezwungen ist, alleine zu leben, lehnt sich mitunter dagegen auf oder erträgt es still.

 

Demgegenüber stellt Dorothee Boss heraus, dass Alleinsein keine Sackgasse sein muss. Es geht darum, es konstruktiv zu deuten und produktiv zu nutzen: als Raum der Begegnung mit sich, mit anderen und mit Gott. Bewusst allein zu sein, bietet Ressourcen, sich selbst wieder zu fühlen und daraus Kraft fürs Leben zu schöpfen. Spirituelle Impulse können diesen Weg unterstützen.

 

 

 120 Seiten,
 12 × 20 cm, Broschiert
 € 12,90 (D) / € 13,30 (A)
 ISBN 978-3-429-03998-1

 

 ISBN 978-3-429-04888-4 /  € 10,99 (PDF)
 ISBN 978-3-429-06307-8 /  € 10,99 (ePub)

 

 1. Auflage 2017

 

 Echter Verlag, Würzburg

 

 

Hier können Sie das Buch "Alleinsein - Impulse für das Ich" (Print) direkt bestellen.

 

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